Was
gehört, neben Büchern, unbedingt in eine Bibliothek?
Richtig
– Kinder.
Kinder
sind unsere Zukunft. Ihre Bildung ist extrem wichtig.
Und
das fängt schon im Kindergarten an.
Fast
wöchentlich (manchmal täglich) haben wir ganze Kindergartengruppen hier, die unsere Angebote gerne wahrnehmen. Es gibt Bilderbuchkinos,
Bibliotheksführungen, Bastelnachmittage und und und.
Wir
scheuen keine Mühen, schon den ganz Kleinen Bilderbücher und die
Bibliothek als solche näher zu bringen.
Das
ist im Grunde sehr schön und auch sehr wichtig. Bücher helfen bei
der intellektuellen Entwicklung und können unter anderem auch die
Eltern-Kind-Beziehung stärken, wenn man seinem Kind regelmäßig
vorliest und Geschichten gemeinsam ergründet.
Jetzt
sind Kinder, ihr werdet es ahnen, nicht immer klein und lieb und süß.
Tatsächlich
fällt auf, dass sich Kindergärtner*innen und Lehrer*innen
heutzutage unglaublich schwer tun, mit den Kindern.
Die
haben schon vor uns keinen Respekt – wozu dann vor Lehrern?
Oder
Eltern?
Könnte
mir im Grunde egal sein – aber in meinem Beruf ist es das leider
nicht.
Ich
frage mich auch, wann genau der Grundsatz „in einer Bibliothek hat
man leise zu sein“ verloren gegangen ist? Kommt sowas in Cartoons
nicht mehr vor? Bringen Eltern sowas nicht bei? Oder sind Kinder
heutzutage kleine Ignoranten, denen eh alles egal ist?
(Notiz
am Rande: ich habe letztens noch den neuen Peanuts-Film auf DVD
gesehen! Da musste man in einer Bibliothek auch leise sein! WO SIND
EURE ARGUMENTE JETZT, IHR LAUTEN KINDER?!?!?!)
Also
halten wir fest: Kinder sind nicht leise in der Bibliothek. Versuchen
es noch nicht einmal. Und von den ganzen Kleinen kann man es
natürlich auch nicht erwarten…
Aber
von den älteren schon. Von denen, ab 9, bis hin zu den bärtigsten
Teenagern.
*seufz*
(im Übrigen benehmen auch Erwachsene sich daneben... Wer wundert sich dann über die Kinder?)
Was
rege ich mich eigentlich schon wieder auf? So entwickelt sich die
Gesellschaft nun mal. Irgendwie greift die Anarchie durch… Jeder
macht, was er will, Gesetze sind „uncool“ und mal eben was klauen
macht viel mehr Spaß, als täglich 8 Stunden zu arbeiten…
Aber
ich schweife ab (mal wieder…)!
Es
ist ein zäher Kampf, versucht man den Kleinen etwas zu erklären
oder einfach zu erzählen. Es breitet sich in den Gruppen immer eine
so schreckliche Unruhe aus, dass vermutlich JEDER Mitarbeiter danach
erst einmal Urlaub gebrauchen könnte…
Fatal
ist es, wenn man nur den Namen einer Schule hört und ganz genau
weiß:
„Oha.
Das wird heftig…“
Merken
die Schulen das nicht selbst? Sieht man sowas nicht an den
Anmeldezahlen? Oder an den, mit Kräutertees und Drogen vollgepumpten, Lehrern?
Schließlich
ist nicht jeder einem Kevin, Mustafa oder einer Chantal gewachsen…
Die haben teilweise schlimmere Beleidigungen drauf als Teenies!
Was
ich mit diesem Blogeintrag einfach nur zeigen wollte ist, dass man
als Angestelle*r in der Bibliothek sowohl Erzieher, als auch
Pädagoge, Türsteher und Therapeut sein muss…
All
das – weil wir eine öffentliche Einrichtung sind und wirklich
JEDEN anlocken.
Würde
mich jemand fragen, was für Kunden ich am liebsten hab, würde ich
sagen:
Die,
die nicht negativ auffallen.
Oder
ÜBERHAUPT nicht auffallen…
Bis
dahin:
schockt
die Massen – Lest ein Buch!
Eure
Sherry