Praktikanten
und Azubis kennt ihr ja jetzt schon..
Jetzt
gibt es aber noch eine dritte Kategorie: Die Jahres- oder
Halbjahrespraktikanten.
Denn
was könnte nerviger sein als ein Praktikant, der eine Woche lang
anstrengend ist?
GENAU!
Einer,
der ein halbes oder ganzes Jahr anstrengend ist!
So
einen Fall haben wir zur Zeit bei uns. Eine junge Frau von knapp 40
Jahren, die eine Umschulung machen muss. Und sie ist anstrengend.
Man
kann ihr absolut nicht vorwerfen, dass sie nicht interessiert sei –
ganz im Gegenteil.
Sie
steckt ihre Nase ÜBERALL hinein. Hinterfragt jede kleine Sache…
Selbst
wenn ich in unserem Katalog mal nach etwas für mich selbst zum
Ausleihen suche, kommen Kommentare wie „Na, das ist jetzt aber ne
ziemlich private Recherche, was?“
…
Ne
furchtbare Oberlehrerin… Die auch gerne redet und sich irgendwie
gar nicht gerne an Regeln hält.
Wie
zum Beispiel die Regel, dass jeder von uns einmal am Tag einen
Auskunftsdienst macht. Und wir dann immer maximal zu zweit an der
Theke stehen sollen.
Juckt
sie nicht. Sie stellt sich dann dazu.
Weil
sie sonst nichts zu tun hat.
Daraufhin
hatten eine Kollegin und ich dann reagiert und uns mit ihr an der
Theke abgewechselt… juckte sie auch nicht. Kaum stand man alleine
mit ihr da, hat sie sich auch wieder gelangweilt und ist für einige
Zeit einfach spontan verschwunden.
Die
macht mich wahnsinnig.
Überhaupt
kann ich Praktikanten nicht ausstehen. Die belasten unseren
Tagesablauf und sind einfach mega nervig… Hilfe.
Aber
ich weiß, ich weiß, sie sind nötig. Praktika sind super, um einen
Einblick in ein gewisses Berufsfeld zu erhalten…
Aber
trotzdem. Für die Praktikumsbetreuer ist das einfach Stress.
Aufgaben,
die man routiniert jeden Tag erledigt, werden plötzlich hinterfragt
und jedes kleine Bisschen muss erklärt werden (wenn man Glück hat).
Oder
man hat ne desinteressierte Aubergine neben sich sitzen, die ihre
Zeit absitzen muss…
Gibt
Schöneres.
Doch
zurück zu der Halbjahrespraktikantin – sie bleibt also ein ganzes
halbes Jahr (übrigens ist das ein sehr schönes Buch, „Ein ganzes
halbes Jahr“ - und der Film ist auch klasse!) bei uns im Team,
kommt aber, zum GLÜCK, nur noch an zwei Tagen die Woche zu uns.
Das
ist aber leider trotzdem schon lästig genug, weil sie nicht das
macht, was ihr aufgetragen wird (die Aufgaben interessieren sie nicht
lang genug), sondern lieber vorne an der Theke herum hängt und dort
noch nicht einmal eine Hilfe ist, weil sie alles machen will aber
keine Ahnung hat und auch nicht fragt.
Ob
das am Alter liegt? Weil sie knapp 40 ist und denkt, sie wüsste
alles, in ihrem Alter?
Keine
Ahnung…
Naja,
ich stürze mich dann mal wieder ins Geschehen – es gibt viel zu
tun!
Bis
dahin:
Schockt
die Massen – lest ein Buch
Eure
Sherry