Donnerstag, 30. März 2017

(Halb-)Jahrespraktikanten

Praktikanten und Azubis kennt ihr ja jetzt schon..
Jetzt gibt es aber noch eine dritte Kategorie: Die Jahres- oder Halbjahrespraktikanten.

Denn was könnte nerviger sein als ein Praktikant, der eine Woche lang anstrengend ist?
GENAU!
Einer, der ein halbes oder ganzes Jahr anstrengend ist!

So einen Fall haben wir zur Zeit bei uns. Eine junge Frau von knapp 40 Jahren, die eine Umschulung machen muss. Und sie ist anstrengend.
Man kann ihr absolut nicht vorwerfen, dass sie nicht interessiert sei – ganz im Gegenteil.
Sie steckt ihre Nase ÜBERALL hinein. Hinterfragt jede kleine Sache…
Selbst wenn ich in unserem Katalog mal nach etwas für mich selbst zum Ausleihen suche, kommen Kommentare wie „Na, das ist jetzt aber ne ziemlich private Recherche, was?“
Ne furchtbare Oberlehrerin… Die auch gerne redet und sich irgendwie gar nicht gerne an Regeln hält.
Wie zum Beispiel die Regel, dass jeder von uns einmal am Tag einen Auskunftsdienst macht. Und wir dann immer maximal zu zweit an der Theke stehen sollen.
Juckt sie nicht. Sie stellt sich dann dazu.
Weil sie sonst nichts zu tun hat.
Daraufhin hatten eine Kollegin und ich dann reagiert und uns mit ihr an der Theke abgewechselt… juckte sie auch nicht. Kaum stand man alleine mit ihr da, hat sie sich auch wieder gelangweilt und ist für einige Zeit einfach spontan verschwunden.
Die macht mich wahnsinnig.

Überhaupt kann ich Praktikanten nicht ausstehen. Die belasten unseren Tagesablauf und sind einfach mega nervig… Hilfe.

Aber ich weiß, ich weiß, sie sind nötig. Praktika sind super, um einen Einblick in ein gewisses Berufsfeld zu erhalten…
Aber trotzdem. Für die Praktikumsbetreuer ist das einfach Stress.
Aufgaben, die man routiniert jeden Tag erledigt, werden plötzlich hinterfragt und jedes kleine Bisschen muss erklärt werden (wenn man Glück hat).
Oder man hat ne desinteressierte Aubergine neben sich sitzen, die ihre Zeit absitzen muss…
Gibt Schöneres.

Doch zurück zu der Halbjahrespraktikantin – sie bleibt also ein ganzes halbes Jahr (übrigens ist das ein sehr schönes Buch, „Ein ganzes halbes Jahr“ - und der Film ist auch klasse!) bei uns im Team, kommt aber, zum GLÜCK, nur noch an zwei Tagen die Woche zu uns.
Das ist aber leider trotzdem schon lästig genug, weil sie nicht das macht, was ihr aufgetragen wird (die Aufgaben interessieren sie nicht lang genug), sondern lieber vorne an der Theke herum hängt und dort noch nicht einmal eine Hilfe ist, weil sie alles machen will aber keine Ahnung hat und auch nicht fragt.
Ob das am Alter liegt? Weil sie knapp 40 ist und denkt, sie wüsste alles, in ihrem Alter?
Keine Ahnung…

Naja, ich stürze mich dann mal wieder ins Geschehen – es gibt viel zu tun!

Bis dahin:

Schockt die Massen – lest ein Buch


Eure Sherry