Kennt
ihr das?
Eigentlich
geht es euch ganz gut, alles läuft wie es sollte – klar könnten
so manche Dinge IMMER besser laufen, aber im Prinzip ist alles cool.
Und
dann: es braucht nur einer was Falsches zu sagen, ein seltsames Emoji
zu verschicken, euch schief anzugucken und da ist diese Wut… Dieser
Frust… Dieses Verlangen danach, alle Wände des Gewohnten
einzubrechen und laut zu wüten und zu schreien und zu toben…
Und
dann erkennt man, dass man zu klein ist. Zu klein, zu allein, um
etwas zu bewegen.
Um
etwas zu ändern, in diesem riesigen rostigen Rad „Arbeit“.
Diesem Rosthaufen, der quietscht, der fast auseinander fällt, weil
die ganzen Kleinteile alt sind. Keine Kraft mehr haben.
Vielleicht
zerfällt alles schon mit dem nächsten Regen?
Vielleicht
gibt der nächste Winter dem Rad den Rest?
Und
man wütet. Und dann wird man wieder leise. Und wartet.
Und
fragt sich: wie lange noch?
Nun.
Das frage ich mich in letzter Zeit auch oft.
Die
Stimmung an einem Arbeitsplatz kann manchmal so dick sein, dass man
sie locker mit einem Schwert durchtrennen könnte… Aber es tut sich
nichts.
Die
Leute strahlen Frust und Enttäuschung und Wut und Müdigkeit aus,
die peu a peu auf alle Kollegen überschwappt und… was entwickelt
sich daraus?
Viele
kommen tagtäglich und haben definitiv „keinen Bock“ mehr.
Sie
sitzen ihre Zeit ab, sind zu alt um nach Größerem zu streben, zu
gelangweilt um ÜBERHAUPT was zu tun…
Der
Schreibtisch voller Arbeit und trotz allem Langweile?
Naja,
liebe Kinder, das ist Frustration. Vielleicht sogar Resignation.
Und
von keiner Stelle kommt Erlösung. Keine Hilfe.
Dabei
wären tröstende und aufbauende Worte jetzt wichtig.
Kein
„ihr schafft das schon. Auch wenn ihr alle auf dem Zahnfleisch
geht“, sondern ein „Hm. Ich möchte euch nicht verlieren. Ich
brauche euch gesund. Was kann ich tun, um euch zu helfen?“
Aber…
ist sowas nur Utopie?
Ist
die Wirtschaft so kalt und berechnend, dass der Einzelne nicht zählt?
Und
wenn der Einzelne vergiftet ist und den Rest ansteckt… ist das
nicht viel schlimmer, als wenn man mal zurück steckt??
Ich
war nie ein Freund der Wirtschaft.
Ich
bin zu empathisch für sowas…
Und
deswegen mach ich mir, ins Blaue hinein, einfach nur mal meine
Gedanken…
Wer
weiß, was noch kommt?
Wer
weiß, was passiert?
Und
wer weiß, wann allen (oder den besonders Wichtigen) hier der Kragen
ENDLICH PLATZT und wir was verändern können?
Ich
halte euch auf dem Laufenden.
Bis
dahin
Schockt
die Massen – lest ein Buch
Eure
Sherry